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Urs Buri übergibt das Präsidium an Walter Lüthi

Urs Buri (rechts) übergibt das Präsidium des Emmentalischen Fleckviehzuchtverbandes an Walter Lüthi. Bild: uss
 
Emmentalischer Fleckviehzuchtverband (EFZV). Die Delegiertenversammlung des Emmentalischen Fleckviehzuchtverbandes fand am Mittwoch in Konolfingen statt. Wahlen und Ehrungen standen im Mittelpunkt der Tagung. Über die genombasierte Selektion referierte Fritz Schmitz von Swissgenetics.



«Alle Versuche, den Milchmarkt in geordnete Bahnen zu lenken, sind gescheitert. Es gilt nun, der neuen Branchenorganisation (BOM) den Rücken zu stärken. Ohne eine Mengenregulierung geht es nämlich nicht», erklärte Präsident Urs Buri zur Eröffnung der 58. DV des Emmentalischen Fleckviehzuchtverbandes in Konolfingen. In der erst 1933 gegründeten Gemeinde mit Zentrumsfunktion gibt es nach Auskunft von Gemeindepräsident Peter Moser aktuell noch 75 Bauernbetriebe. Die Bezirksreform, die seit dem 1. Januar umgesetzt ist, hat keinen Ein-fluss auf den EFVZ. Strukturen und das Verbandsgebiet bleiben bestehen wie bis anhin, lediglich die Bezeichnung Ämter wird durch Regionen ersetzt.

«Kuh des Jahres»
In seinem letzten Jahresbericht erwähnte Urs Buri (Hasle-Rüegsau) die unerwartet hohen Verkaufsquoten bei den Auktionen. Der Markt für Kühe aus dem Emmental ist vorhanden, auch wenn der Durchschnittspreis um rund 1000 auf 3000 Franken gesunken sei, sagte Buri. Dies begründete er mit der Tatsache, dass die Züchter ihre «kompletten» Kühe an regionalen wie nationalen Schauen erfolgreich präsentieren. Als «Emmentaler Kuh des Jahres» titulierte er die Rustler-Tochter Elite von Andreas Thomi aus Eggiwil. Sie gewann die Starparade in Langnau, wurde «Miss BEA» und siegte in Bulle. Im EFZV-Gebiet sind an den Herbstschauen 17 900 (56 Prozent) Kühe beurteilt worden. Die zentrale Frühjahrs-Munischau in Langnau war ein derartiger Erfolg, dass heuer auch die Herbstschau dort stattfinden wird. Die Organisatoren rechnen mit rund 150 Zuchtstieren.

Vorstandswahlen
Nach acht Amtsjahren hat Präsident Urs Buri demissioniert. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Vizepräsident, Walter Lüthi aus Allmendingen, gewählt. Ein Dutzend Jahre war Walter Jost (Wynigen) EFZV-Sekretär. Seine Charge übernimmt Hansueli Gfeller (Oberthal). Die sechs übrigen austretenden Vorstandsmitglieder wurden ersetzt durch: Fritz Blaser (Langnau), Hansueli Bütschi (Eriswil), Adrian Fankhauser (Rinderbach), Fritz Gerber (Trubschachen), Heinz Jenni (Sumiswald) und Beat Stalder (Schlosswil). Als neuer Revisor beliebte Ueli Schweizer (Krauchthal). Eine Lebensmilchleistung von 100 000 Kilo haben im Berichtsjahr 34 Kühe aus dem Emmental vollendet. Ihre 32 Besitzer erhielten von «Swissherdbook» die obligate Glocke. Neben der Starparade in Langnau ( 7. März) steht heuer auch die 13. Emmentalische Verbandsschau auf dem Programm. Sie findet am Samstag, 11. September, in der Arnisäge statt.

Genombasierte Selektion
Neuerdings können Schweizer Milchviehzüchter ihr Tiere typisieren und genomische Zuchtwerte rechnen lassen. Sie erhalten so zuverlässigere Angaben zum vorhandenen Vererbungspotenzial als dies mit den bisherigen Zuchtwerten der Fall war. Sehr grosse Vorteile bringen die neuen Erbsubstanz-Informationen insbesondere bezüglich der Selektion von Jungtieren. «Mit Hilfe von DNA-Chips sind wir heute beim Rind in der Lage, mehr als 50 000 sogenannte SNP-Marker im Labor zu bestimmen. Werden die direkten genomischen Zuchtwerte (DGZW) mit den traditionellen Abstammungszuchtwerten zum genomisch optimierten Zuchtwert (GOZW) kombiniert, liegt die Genauigkeit im 60-Prozent-Bereich», erklärte Fritz Schmitz von der KB-Organisation «Swissgenetics» in seinem Referat. Er ist überzeugt, dass es sich hierbei um die bedeutendste Neuerung in der Tierzucht seit vielen Jahren handelt. Die Kosten für diese neue Dienstleistung betragen 440 Franken pro Tier.
Ulrich Steiner



Kühe mit Lebensmilchleistung von 100 000 Kilo. Aus dem Verbreitungsgebiet des «Unter-Emmentaler» haben im Zeitraum vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009 die nachfolgenden Kühe eine Lebensmilchleistung von 100 000 Kilo erreicht: Cola, Gebürder Bärtschi, Riedberg, Ranflüh; Wera, Daniel Fiechter, Weierhaus, Huttwil; Bernina, Max Gerber, Gräubhus, Wyssachen; Iren, Johann Hess, Kaufacker, Wyssachen; Lara, Fritz Hirsbrunner, Engelberg, Sumiswald; Juvenia, Niklaus und Adrian Lanz, Willimatt, Huttwil; Priska, Anita und Ernst Mosimann-Brawand, Tannen, Affoltern i.E.; Bella, H.U. und N. Rentsch, Schwandeneich, Schmidigen-Mühleweg; Mona, Fritz Sommer-Bühler, Gmündenstrasse 9, Wasen i.E.; Gudrun, Fritz Wirth, Heimigen, Wyssachen.



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